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Data Analyst: Begehrte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt?

Data Analyst: Begehrte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt?

Der Job des Softwareentwicklers ist sehr vielseitig und der Arbeitsalltag kann je nach Einsatzbereich unterschiedlich aussehen. Im Hinblick auf die Digitalisierung spielen sie daher eine zentrale Rolle.

  1. Der geschäftliche Erfolg vieler Unternehmen wird zukünftig immer häufiger vom strategischen Einsatz von Daten abhängen. Die Aufbereitung und Untersuchung obliegt dem Data Analyst und trägt damit zu wichtigen Entscheidungsfindungen in Konzernen und Firmen bei. In den kommenden Jahren wird der Beruf neben weiteren Jobs aus dem Bereich der Datenwissenschaft an Relevanz und Wichtigkeit zunehmen.

    Darum erklären wir Ihnen, warum der Beruf so wichtig ist, mit welchen Aufgaben Sie sich als Data Analyst täglich beschäftigen und welche Voraussetzungen Sie für die Ausübung dieser Tätigkeit erfüllen müssen.

  2. Dahinter steckt ein Prozess, bei dem aus unsortierten Informationen (neue) Einsichten erarbeitet werden. Dabei fallen große Datenmengen in den unterschiedlichsten Formaten, wie beispielsweise Fotos oder Audios, an. Während einer Datenanalyse werden mithilfe einer systematischen Untersuchung Daten auf Beziehungen und Muster zueinander überprüft. Data Analysts gewinnen Erkenntnisse aus diesen Daten und bereiten sie so auf, dass sie für andere verständlich sind.

    Zu Beginn liegen dem Data Analyst Rohdaten, also unsortierte Informationen, vor. Um diese interpretieren zu können, muss er sie zunächst bereinigen und sortieren. Erst dann kann der Analyst seine Schlüsse ziehen. Dieser Prozess des Sammelns, Bereinigens und Organisierens macht meist den größten Teil der Datenanalyse aus.

    Wofür wird dieser Prozess heutzutage benötigt? Mithilfe dieser Methode können Entscheidungen schneller und einfacher gefällt werden. So können sich Unternehmen mit vielen unterschiedlichen Datenquellen besser strategisch ausrichten. Außerdem ist diese Form der Analyse ein praktisches Werkzeug für die Identifikation und das Aufspüren von Trends.

  3. In dieser Position analysieren und bewerten Sie vorhandene Datenbestände, um daraus neue Erkenntnisse und damit neues Wissen zu ermitteln. Damit Data Analysten auch künftig gute Arbeit leisten können, müssen sie noch weitere wichtige Aufgaben ausüben. Dazu zählen:

    • Die Implementierung von Systemen, die weitere Daten sammeln.

    • Die Beschaffung passender Daten aus internen sowie externen Datenbanken.

    • Die Umwandlung von Rohdaten in ein passendes Format – auch Data Wrangling genannt.

    • Die Erstellung von Querys – von Datenabfragen.

    • Die enge Zusammenarbeit mit Kollegen unterschiedlichster Abteilungen.

    • Die Entwicklung und Fertigstellung von Berichten und Reports.

    • Die Definition passender Kennzahlen, mit deren Hilfe die Wirtschaftlichkeit einzelner Prozesse innerhalb eines Unternehmens bewertet werden kann.

    Eine weitere wichtige Komponente, die bei der Arbeit als Data Analyst hinzugekommen ist, ist der Datenschutz. Als Analyst achten Sie darauf, welche Daten und Informationen überhaupt bearbeitet werden. Außerdem achten Sie darauf, dass das IT-System zur Auswertung einwandfrei funktioniert.

  4. Da das Berufsfeld der Datenwissenschaft noch jung ist, können die unterschiedlichen Tätigkeiten nur schwer voneinander getrennt werden.

    Im Gegensatz zum Data Analyst verfügt der Data Scientist über Programmierkenntnisse und kennt sich mit mathematischer Modellierung aus. Der Scientist nutzt dieses Wissen, um komplexe Probleme zu lösen – beispielsweise die Programmierung von künstlichen Intelligenzen oder Prozessautomatisierung.

    Big-Data-Analysten arbeiten in Unternehmen, die über eine große Menge an Daten verfügen und das Ziel haben, diese nicht nur zu bewerten, sondern auch effektiv zu nutzen. Bei Bedarf führt er Big Data Analytics durch. Dieser Analyst achtet darauf, dass diese Daten sorgfältig erfasst und mithilfe der passenden Technologien abgefragt werden können. Nur so lassen sich neue Fragestellungen schnell beantworten.

    Der Data Analyst hingegen betreut Aufgaben, die von Kollegen aus den anderen Abteilungen zuvor definiert werden. Er nimmt also die Rolle eines Auftragnehmers an.

  5. Vor allem müssen Sie sich mit Programmieren auskennen. Für Analysten liegen im Fokus Python und R, da diese Sprachen besonders gefragt. Weitere grundlegende Kenntnisse über die SQL, eine Datenbanksprache, und Erfahrungen im Umgang mit Visualisierungslösungen wie Power BI oder Tableau helfen ebenfalls. Der Umgang mit Excel ist für die Tätigkeit als Data Analyst fast schon obligatorisch.

    Einen weiteren Vorteil verschaffen Sie sich, wenn Sie sich mit Cloud-Plattformen wie AWS und Azure sowie mit Statistikprogrammen wie SPSS und SAS auskennen. Erste berufliche Erfahrungen im Projektmanagement sind zwar keine Voraussetzung, um den Beruf auszuüben, helfen jedoch sehr.

  6. Data Analysts sind dafür bekannt, eine starke Konzentrationsfähigkeit und ausgeprägte analytische Fähigkeiten zu besitzen. Bei der Arbeit müssen Sie nicht nur viel Geduld, sondern auch sehr viel Präzision beweisen.

    Die Präsentation von Erkenntnissen und Ergebnissen eigener Datenanalysen vor Kunden zählt auch zu Ihren Aufgaben. Sie sollten gut kommunizieren können und keine Scheu haben, freizusprechen.

  7. Erwartet werden ein abgeschlossenes Bachelorstudium in Informatik, Mathematik und Physik – ein Abschluss in Wirtschaft ist auch möglich. Ein Masterabschluss wird allerdings nicht erwartet.

    Eine Ausbildung oder Weiterbildung zum Data Analyst ist ebenfalls möglich. So bietet die Industrie- und Handelskammer (IHK) einen mehrwöchigen Kurs beziehungsweise Zertifikats-Lehrgang für diese Tätigkeit an – andere Bildungsträger bieten ähnliche Zertifikatskurse, mit denen Sie sich das benötigte Wissen aneignen und lernen, an. Nach Abschluss erhalten Sie von der Industrie- und Handelskammer (IHK) ein IHK-Zertifikat. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein grundlegendes Verständnis für Daten und deren Verarbeitung.

    Wenn Sie in Ihrem Lebenslauf mehrere Projekte vorweisen können, die Ihre Expertise als Data Analyst zeigen, kann Ihr zukünftiger Arbeitgeber schneller erkennen, dass Sie zu der jeweils ausgeschrieben Stelle passen.

    Die zuvor genannten Softskills, Erfahrungen und Kenntnisse sollten dem Betrachter in Ihrem Lebenslauf sofort ins Auge stechen. Stellen Sie diese dafür ganz an den Anfang Ihres Lebenslaufes.

    Grundsätzlich kann der Einstieg als Data Analyst leichter fallen als im Vergleich zum Berufseinstieg des Data Scientists. Denn für diese Datenwissenschaftler ist ein abgeschlossene Masterstudium in vielen Fällen ein Muss.

  8. Je höher der Digitalisierungsgrad eines Unternehmens ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eineVielzahl von Daten anfallen. Die aktive Auswertung spielt für diese Firmen demnach eine wichtige Rolle. Denn mit der Hilfe eines Data Analyst können sie wertvolle Erkenntnisse über die eigenen Dienstleistungen, Produkte und Kunden gewinnen und die eigenen firmeninternen Prozesse daraufhin optimieren, um sich langfristig einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

    Unternehmen in der Finanz- und Versicherungsbranche suchen immer wieder nach Big-Data- und Data Analysts. Ein weiterer Bereich, in dem dieser Beruf immer wichtiger wird, ist das Gesundheitswesen. Denn es gilt, Daten von Patienten zu analysieren, um neue Produkte und Therapieanwendungen zu entwickeln.

    Auch im Energiesektor sind Data Analysten gefragt. Eines der Themen: Wie müssen Windräder aufgestellt werden, damit sie viel Strom produzieren können? Für diese Fragestellung verlassen sich Energiekonzerne nicht nur auf den Wetterbericht. Sie erstellen auch ihre eigenen Reports aus den Daten, die sie selbst sammeln.

    Betreiber von E-Commerce-Plattformen nutzen Daten, die Aufschluss über das Kaufverhalten ihrer Kunden geben. Mit diesem Wissen verbessern sie ihre Website und ihren Online-Shop, um ihrer Kundschaft den Kauf von Produkt noch leichter zu machen.

  9. Ihr Einsatzfeld und damit Ihre Spezialisierung hängt von der Branche und dem Unternehmen ab, für das Sie als Data Analyst tätig werden. In der Finanz- und Versicherungsbranche festigen Sie Ihre Kenntnisse in Finanzmathematik.

    Als sogenannter Clinical Data Analyst arbeiten Sie sich in medizinische Software ein. Dazu zählen beispielsweise Radiologieinformationssysteme.

    Sie wollen für einen Energiekonzern oder ein meteorologisches Institut arbeiten? In diesem Fall werden Sie als Weather Analyst eingestellt und befassen sich mit Wetterdaten.

  10. In der Regel liegt das Einstiegsgehalt für Data Analysts bei 45.000 €. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt Ihr Jahresbruttogehalt auf etwas mehr als 50.000 €. Wenn Sie als Data Analyst mehr als fünf Jahre gearbeitet haben, ist ein jährliches Bruttogehalt von mehr als 65.000 € realistisch.

    Wer mehr als zehn Jahres Berufserfahrung vorweisen kann, verdient durchschnittlich 90.000 €. Faktoren, die einen Einfluss auf die Höhe des Gehalts haben: die Größe des Unternehmens und das Bundesland, in dem die Firma ansässig ist.

  11. Eine Reihe von Unternehmen suchen auch heutzutage auf dem Arbeitsmarkt nach qualifizierten und erfahrenen Fachkräften. Einige Firmen sind aber auch dazu übergangen, ihre eigenen Mitarbeiter zu Themen wie Data Analytics fort- und weiterzubilden.

    Bereits heute herrscht im Bereich der Datenwissenschaften und der dazugehörigen Berufsfelder Fachkräftemangel, der in Zukunft noch zunehmen wird. Als Data Analyst sind Sie eine viel gefragte Fachkraft und üben einen zukunftsfähigen Beruf aus.

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